Sektion Transplantationschirurgie

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Die Warteliste

Seit Jahren steigt die Zahl der Patienten auf der Warteliste an. Zur Zeit warten in Deutschland zirka 10.000 Menschen auf eine Niere. Die Aufnahme erfolgt auf Wunsch des Patienten und nach Prüfung der medizinischen Voraussetzungen durch den zuständigen Nephrologen.

Um in die Warteliste für eine Nierentransplantation aufgenommen zu werden, muss ein endgültiges Nierenversagen vorliegen, das eine Dialysebehandlung erforderlich macht oder in Kürze erforderlich machen wird. "In Kürze" bedeutet, dass bereits Vorbereitungen (z.B. Anlegung eines Shunts) für die Dialysebehandlung getroffen werden müssen.

Der Antrag auf Aufnahme in die Warteliste wird bei folgenden medizinischen Kontraindikationen abgelehnt, da in diesen Fällen kein Behandlungserfolg erreicht werden kann oder die Transplantation ein zu großes Risiko darstellt:

  • nicht kurativ behandelte bösartige Erkrankungen
  • klinisch manifeste Infektionserkrankungen
  • schwerwiegende zusätzliche Erkrankungen
    (z.B. Herz- und Gefäßerkrankungen, Bronchial- und Lungenerkrankungen, Lebererkrankungen)
Bei der Aufnahme in die Warteliste soll stets der körperliche und seelische Gesamtzustand des Patienten hinsichtlich eines Behandlungserfolges eingeschätzt werden.

Nach dem Transplantationsgesetz sind die Ärzte verpflichtet, Gründe für oder gegen die Aufnahme auf die Warteliste zu dokumentieren und dem Patienten mitzuteilen. Dabei sind sie verpflichtet den Richtlinien der Bundesärztekammer (§ 16) zur Aufnahme auf die Warteliste zu folgen.

Die Transplantationszentren geben die erforderlichen Patientendaten weiter an Eurotransplant (ET) in Leiden Niederlande. Dort werden für jedes Organ gemeinsame Wartelisten der ET-Mitgliedsländer Niederlande, Belgien, Luxemburg, Österreich, Slowenien, Kroatien und Deutschland geführt. Die länderübergreifende Kooperation ermöglicht es, in dringenden Fällen möglichst rasch, ein lebensrettendes Organ zu finden.




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